Plenarrede zur Fachkräftesicherung

19.03.2026

Die Stärkung der beruflichen Bildung und die Begleitung junger Menschen in Ausbildung und Beruf sind zentrale gesellschaftliche Aufgaben. Neben politischen Maßnahmen braucht es auch mehr Wertschätzung für verschiedene Berufswege, um Fachkräfte langfristig zu sichern.

Auf Bundesebene wurden wichtige Reformen umgesetzt, etwa durch neue, einheitliche Fortbildungsstufen wie den „Bachelor Professional“. Diese unterstützen die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung und erhöhen die Sichtbarkeit und Attraktivität beruflicher Karrierewege.

Auch Nordrhein-Westfalen geht gezielt gegen den Fachkräftemangel vor: Mit der Fachkräfteoffensive wurden seit 2022 zahlreiche Maßnahmen gestartet. Besonders in Bereichen wie Pflege, Handwerk, IT und Erziehung besteht weiterhin hoher Bedarf – gleichzeitig zeigt sich eine positive Entwicklung, da die Zahl der Engpassberufe sinkt.

Mit dem Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss“, kurz „KAoA“, verfügt NRW über ein bundesweit anerkanntes System der Berufsorientierung. Es setzt früh an, begleitet Schülerinnen und Schüler systematisch durch Praktika und Praxiskurse und bindet Schulen, Betriebe und weitere Akteure eng ein. Ergänzt wird das Angebot durch inklusive Programme wie „KAoA-Star“, gezielte Beratungen und digitale Tools wie die „berufswahlapp“.

Nordrhein-Westfalen verfolgt einen strukturierten, modernen und inklusiven Ansatz zur Fachkräftesicherung mit ersten nachweisbaren Erfolgen. In meiner Rede zum AfD-Antrag „Fachkräftesicherung mit Konzept- Struktur statt kurzfristiger Symbolpolitik“, habe ich klar gemacht, dass wir den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen.